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Zuchtwertschätzung Swiss Fleckvieh Januar 09


Neue Zuchtwertschätzung für Nutzungsdauer

Mit einer neuen Basis und dem Verwenden der TVD-Bewegungsdaten kam es bei einigen Stieren beim Zuchtwert Nutzungsdauer zu grösseren Verschiebungen. An der Ranglistenspitze gab es wenig Veränderungen . Björn und Tibori führen die Liste mit je einem GZW von 127 weiterhin an, vor Renato-ET mit einem GZW von 126. Zucht auf Nutzungsdauer zeigt Wirkung Die Swiss Fleckviehzüchter sind seit Jahren bestrebt, eine Kuh mit langer Nutzungsdauer zu züchten. Mit der neuen Berechnung des Zuchtwertes Nutzungsdauer zeigen sich nun die ersten positiven Erfolge. Die alte Basis bildeten die Stiere der Jahrgänge 1981 bis 1985. Sie werden nun ersetzt durch die Stiere der Jahrgänge 1996 bis 2000. Der Zuchtfortschritt war in dieser Zeitspanne bei der Rasse Swiss Fleckvieh sehr gross und dadurch fiel die Basisanpassung auch recht stark aus. Das genetische Niveau für Nutzungsdauer der Swiss Fleckviehstiere ist nun auch höher als dieses der RH/HO-Stiere. Der Tabelle können die Auswirkungen der Basisanpassung entnommen werden.

Stier

ZW ND neu

ZW ND alt

Differenz

Kata

Bosch

Björn

Renato-ET

Bradley

Marmor

121

117

117

115

109

109

136

126

125

122

114

113

-15

-9

-8

-7

-5

-4


Viking, Sieger der Runde

Der Sindrom Sohn Viking aus der bekannten Valerie darf als Sieger dieser Zuchwertschätzungsrunde bezeichnet werden. Mit seinem ersten Wert für Leistungssteigerung von hohen 117 erreicht er den zweithöchsten Wert bei der Rasse Swiss Fleckvieh. Dazu hat er sich bei den Gehaltswerten verbessert, was ihm nun eine Steigerung beim Gesamtzuchtwert um 5 Punkte auf 117 einbringt. Die beiden Halbbrüder von Viking, Villot und Voltaire sind sehr stabil geblieben und bleiben weiterhin auf den vorderen Plätzen der Rangliste mit einem GZW von über 120. Als Verlierer muss Rawil erwähnt werden. Neben einem grossen Verlust beim ZW Milch von über 300 kg verlor er auch bei den IFI-Werten massiv. So verlor er im GZW volle 10 Punkte.

Viking Tochter
Viking Tochter

Björn, der Fitnessvererber

Björn ist weiterhin von allen Rassen der einzige Stier, welcher alle funktionellen Merkmale positiv weitervererbt. Um in der Zucht auf Nutzungsdauer weiter zu kommen brauchen wir genau solche Stiere. Ein weiteres wichtiges Merkmal, um die Rasse in der Langlebigkeit verbessern zu können, ist der Wert Zellzahl. Trotz einem sehr hohen Basiswert haben wir mit Bosch 114, Kata 114, Michael 111 und Basco 110 verschiedene Stieren mit einer sehr guten Vererbungsanlage. Leider sieht es bei der Fruchtbarkeit weniger gut aus. Ausser Villot 112 fehlen die Stiere, welche Töchter mit einer guten Fruchtbarkeit vorweisen können. Diesem Merkmal gilt es in Zukunft mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Bilder zum Vergrössern anklicken!
Björn-Eliane
Björn-Maloya
Björn-Valentine

Fidu, weiterhin hoher GZW

Von den letztklassierten Stieren hat der Hindu-Sohn Fidu weiterhin den höchsten GZW mit 123. Neben einem guten ZW-Milch überzeugt er, neben Michael und Rawil, mit dem besten Gehalt. Viking und Cocorico sind starke Exterieurvererber. Belegt doch Cocorico 113 hinter Renato-ET 116 den zweiten Platz in der Exterieurliste, gefolgt von Barolo 112 und Viking 111. Bei Cocorico gilt es allerdings die Beckenneigung zu beachten. Ein sicherer Wert ist auch der Bosch-Sohn Basco aus einer Coeur-Tochter, er überzeugt mit dem viertbesten Wert für Nutzungsdauer und bestätigt auch die Vererbungskraft für Zellzahl von seinem Vater Bosch. Basco darf in die gleiche Kategorie wie Kata und Orient eingeteilt werden. Die beiden Katino-Söhne werden immer noch sehr gut eingesetzt und sind in der KB Hitparade weiterhin auf den vorderen Plätzen anzutreffen.

Fidu Tochter
Fidu Tochter

Gespannt darf man sein auf die Nachzuchtschau und das Jungkuhchampionat  vom 28. Januar in Thun. Voraussichtlich präsentiert Swissgenetics Nachzuchgruppen der Swiss Fleckviehstiere Basco, Cocorico und Viking. Daneben werden verschiedene Töchter von aktuellen Stieren und Wartestieren präsentiert. Für Spannung ist  also gesorgt.

Hans Braun

 

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