Anpassung ISET für Swiss Fleckvieh

Die Rassenkommission Swiss Fleckvieh von Swissherdbook hat entschieden, den ISET mit den Fleischmerkmalen zu ergänzen. Untenstehend ist der Bericht vom Swissherdbook-Bulletin mit dem grafischen Vergleich alt/neu zum nachlesen und ausdrucken.

 

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Reisebericht Ausflug IG SF

Bei schönstem Reisewetter, am Samstag 26. August 2017, fahren rund 85 Teilnehmer per Car oder privatem Auto nach Champvent.

 

Bei der Ankunft auf dem Betrieb Schläfli / Paillard werden wir vom Betriebsleiter Christophe Paillard sehr herzlich begrüsst. Er informiert uns über seinen Betrieb. So erfahren wir, dass in seinem Neubau aus dem Jahre 2015, in dem 120 Milchkühe stehen, diese in zwei Herden gehalten werden. Die eine Herde mit den frischmelkenden Kühen, mit einer durchschnittlichen Tagesleistung von 28 kg und die zweite Herde altmelk Kühe mit durchschnittlich 15 kg Tagesmilch. Gefüttert wird eine Totalmischration bestehend aus Mais und Grassilage, zusätzlich in der ersten Herde 4-5 kg Leistungsfutter.

Weidegang haben beide Herden. Die Frischmelkkühe haben immer Zugang Stall - Weide, wogegen die Altmelkenden tagsüber ganz auf der Weide sind.

Momentan wird Mais direkt ab Feld gehäckselt, sonst kommt er aus einer Silowurst. Die Grassilage wird in Ballen gelagert.

Von den 120 Kühen, die im Stall stehen, gehören 90% der Rasse Swiss Fleckvieh an. Diese werden künstlich besamt. 60% mit SF-Stieren. Aktuelle Stiere: Frisco, Malik, Orlando, Odesso, Edison, Bivio, Brian, Pierolet, Optimis und Prüfstiere.

Die Übrigen mit Angus oder Simmentaler Maststieren.

Die Ziele sind: Hoher Gehalt, tiefe Zellen, gute Substanz, starkes Exterieur und ein hoher ISET.

Gemolken wird in einem side by side Melkstand, der Platz bieten würde für 28 Tiere, im Moment aber für 16 Tiere ausgebaut ist. Die Melkzeit beträgt zwei Stunden. Normalerweis sind zwei Personen am Melken. Der Betriebsdurchschnitt liegt bei 7‘250 kg mit 4,08% Fett und 3,43% Eiweiss. Erstkalbealter 27 Monate. Zwischenkalbezeit 360 Tage.

Die Kälber sind die ersten Wochen in Einzeliglus. Anschliessend werden sie in Grossraumiglus untergebracht. Eine Gruppe Mastkälber, die andere Gruppe Aufzuchtkälber und Tiere für Grossviehmast (Ochsen). Die Mastkälber bleiben bis zur Schlachtreife hier. Die anderen Kälber werden nach dem Absetzen der Milch mit 11 Wochen in die alten Betriebsgebäude im Dorf gebracht.

 

Nach einem feien Mittagessen bestand die Möglichkeit, mit dem Car, eine kleine Rundfahrt durch die Region zu machen oder auf dem Betrieb regen Meinungsaustauch zu betreiben. Um halb vier konnte man dann sogar noch beim Melken zuschauen. Trotz vieler Personen im Melkstand, war die Atmosphäre sehr ruhig.

 

Wir möchten uns bei den beiden Betriebsleiterfamilien recht herzlich für unser Gastrecht bedanken und wünschen ihnen auch in Zukunft alles Gute in Haus, Hof und Feld.

 

Autor: Koni Rühli, Barzheim

 

17. Hauptversammlung

Im vollbesetzten Löwensaal in Münsingen konnte der Präsident, Daniel Seematter, rund 130 Personen begrüssen. In seinem Jahresrückblick kam er nicht an der SF Ausstellung vom letzten April vorbei, an der absolute Spitzenqualität aufgeführt wurde. Nebst vier Kühen mit einer Lebensleistung von über 150‘000 kg Milch, vielen auch die sehr positiven Besamungszahlen von SF-Stieren auf (Hardy, Saiko). Das international steigende Interesse an der Swissfleckvieh-Genetik ist ebenfalls sehr erfreulich.

 

Im Jahresbericht der Rassenkommission von Swissherdbook hebte der Präsident, Rolf Dummermuth, folgende Sachen besonders hervor:

Durch die Neugestaltung des Abstammungs- und Leistungsausweises wird dieser übersichtlicher.

Um nicht in Inzuchtgefahr zu geraten, dürfen nun jedes Jahr zwei Stiere, deren Vater oder Mutter nicht aus dem SF-Segment kommen, eingebürgert werden.

Positiv aufgefallen ist auch, dass an der SF Ausstellung in Thun 90% der Tiere einen SF-Vater hatten.

 

Da zwei Vorstandsmitglieder ihren Rücktritt einreichten, standen Wahlen auf dem Programm. Für Christian Kropf, Bio-Landbau, wurde Hans Peter Glauser Häutlingen BE gewählt. Für Hansueli Maurer, Vertreter AG / Zentralschweiz, standen zwei Kandidaten zur Wahl. Andreas Nussbaumer Burgrain Alberswil LU und Walter Schnider, Flüehli LU. Gewählt wurde mit einer Stimme mehr Walter Schnider.

 

Nachdem sich der Vorstand bereits einstimmig für eine Mitgliedschaft beim Verein Marktplatz Thun ausgesprochen hat, informierte Daniel Seematter die Versammlung über die Vorteile.

Nicht nur ein zentraler Schauplatz, sondern auch ein Mitsprache- / Stimmrecht wird so abgesichert. Ebenfalls profitiert man von tieferen Auffuhrgebühren pro Tier. Ohne Diskussion wurde die Mitgliedschaft mit grossem Mehr angenommen.

 

Zur Swissfleckvieh Kuh des Jahres 2016 wurde Loyd Jana von Hans und Res Staub aus Eriswil BE erkoren. Eben diese Loyd Jana wurde vor 10 Tagen beim Jungkuhchampionat Thun Siegerin in der Kategorie SF.

 

Am Nachmittag stand die Besichtigung des SF Zuchtbetriebes der Generationengemeinschaft Liselotte Bärtschi mit ihren Söhnen Remo und Michael in Ursellen, Konolfingen auf dem Programm. Auf dem Betrieb werden 40 Kühe mit ihrer Nachzucht gehalten. Pro Jahr werden ca. 15 Kühe (2. Laktation) über Auktionen oder Private verkauft. Eine imposante Herde gab es zu bestaunen. Bei einem feinen z’Vieri und angeregten Gesprächen ging das Rahmenprogramm zu Ende.

 

 

Koni Rühli, Barzheim

 

Bildnachweis

Versammlung: Daniela Schmutz

Betriebsbesichtigung: Robert Alder

Zuchtstiermarkt Bulle - Mister Swiss Fleckvieh

Mister Swiss Fleckvieh

Unic Argus; CH 120.0749.6880.7

Züchter:

Christian und Edith Delabays, Châtelard-p-Romont FR

Eigentümer:

Nicolas und Christoph Rey, Châtelard-p-Romont FR

Zuchtstiermarkt Thun - die Sieger der SF-Stiere

Mister Thun

Fels; CH 120.1114.0400.8

Züchter und Eigentümer:

Schütz Ueli, Ausserschwandi, 3713 Reichenbach

Mister Stierkalb

Dollar; CH 120.1177.8928.4

Eigentümer:

Haldimann Beat, Immengärten, 3534 Signau

Tier & Technik St. Gallen

Die Halle 9.0 an der Tier+Technik vom 25. bis 28. Februar 2016 wurde komplett neu gestaltet. Der Stand von swissherdbook befand sich

stirnseitig von 3 Lägern welche mit erlesenen Kühen der Rassen Simmental, Swiss Fleckvieh, Red Holstein und Holstein belegt waren. Der Showdown der roten Milchviehrassen war am Samstag um die Mittagszeit. Roland Rothenbühler amtete als Richter. Er entschied sich für die junge Ricola ROSETTE Von Scheidegger Beat aus Les Reussilles als Rassensiegerin der Swiss Fleckvieh Rasse. Im 2. Rang platzierte er Renato WALINKA von Hans und Martin Grünenwald aus Zweisimmen. 3. wurde Gregor GISELA aus dem Stall von Walter Schnider aus Flühli LU. Allen Ausstellern und dem Betreuungspersonal ein herzliches Dankeschön für die tadellose Präsentation der Schautiere.

Text und Bilder: Hans-Peter Farner

Stabwechsel bei der IG Swiss Fleckvieh

An der 16. Hauptversammlung der IG Swiss Fleckvieh am 6. Februar 2016 wurde Daniel Seematter zum neuen Präsidenten gewählt.

 

Bis zum Bersten gefüllt war der Saal vom Landgasthof Bären in Eriswil mit Swiss Fleckviehzüchtern aus allen Landesteilen. Rund 120 anwesende Personen konnte Präsident Rolf Dummermuth zur Hauptversammlung begrüssen. In seinem Jahresrückblick konnte er den desaströsen Milchpreis nicht unerwähnt lassen. Bei den Emmentaler Käsereien werden zurzeit nur 50 % der Milchmenge verkäst der Rest wird in anderen Kanälen vermarktet oder besser gesagt „entsorgt“. Der Bürokrieg werde immer grösser, aber wichtig um die immer grösser werdenden Einkommenslücken zu stopfen. Der Vorstand wie auch die Rassenkommission beschäftigte sich im vergangen Jahr unter anderem mit Hornlosigkeit bei den Prüfstieren. Die neue Homepage, welche ab sofort einsehbar ist, wird neu von der Geschäftsstelle betreut. Daniela Rolli wies darauf hin, dass auf der Seite Marktplatz Tiere angeboten werden können. Die 8. Schweizerische Swiss Fleckvieh Ausstellung in Thun vom Sonntag 10. April 2016 wird der nächste Höhepunkt der Swiss Fleckviehzüchter sein. Wegen der statutarisch verankerten Amtszeitbeschränkung musste Präsident Rolf Dummermuth sein Amt abgeben, er wird aber als Rassenkommissionspräsident weiterhin im IG-Vorstand Einsitz nehmen. Als sein Nachfolger wurde Daniel Seematter aus Saxeten einstimmig gewählt. Für den nach neun Jahren Vorstandstätigkeit zurückgetretenen Hans-Peter Farner, wurde der Schaffhauser Konrad Rühli als neuer Ostschweizer Vertreter gewählt.

Kuh des Jahres 2015

Mit Spannung wurde auf das Resultat der Wahl der Kuh des Jahres 2015 gewartet. Siegerin wurde mit einem überraschend deutlichen Resultat Unic Hella von Hansueli von Känel aus Frutigen. Die Rassen-Siegerin an der letztjährigen BEA und der Eliteschau in Frutigen verkörpert das Zuchtziel perfekt. Die 145 cm grosse Rassenvertreterin stammt vom Simmentaler Stier Unic ab. Ihre Mutter, eine leistungsstarke Joyboy Tochter aus der Sektion RH ist mit EX 90 beschrieben. Hella ist trächtig vom SF-Stier Odyssey-ET und wir demnächst abkalben. Mit ISET 1210 und IPL 117 ist sie mit ihrem tiefen RH-Blutanteil von 45% ein interessantes Zuchttier für die Sire Analisten.

Betriebsbesuch am Nachmittag

Am Nachmittag stand der Betriebsbesuch des Swiss Fleckviehzuchtbetriebes von der GG Hans und Res Staub in Neuligen auf dem Programm. Der auf sanften Hügeln auf 800m gelegene Betrieb umfasst eine LN von 17 ha. Nebst 2ha Futtergetreide werden noch 40a Futterkartoffeln und 60a Grünmais angebaut. Die Mich wird in der lokalen Käserei zu Emmentaler verarbeitet. Mastkälber und Mastschweine sind weitere Betriebszweige. Im Winter ist die Holzerei ein wichtiger Nebenerwerb. Mit der Präsentation von einigen Trouvaillen aus dem Stall, wo auch die letztjährige Kuh des Jahres: Inkas Haway

und die Siegerin vom diesjährigen Jungkuhchampionat in Thun: Loyd Jana zuhause sind konnte das gelungene Rahmenprogramm beendet werden.

 

Bericht: Hans-Peter Farner / Bilder: Hans-Peter Farner und Daniela Rolli

Die Siegerinnen des Jungkuhchampionat Thun

Miss Swiss Fleckvieh

Jana von Staub Hans und Res, Eriswil

Miss Schöneuter Swiss Fleckvieh

Leila von Küenzi Samuel und Ueli, Blausee-Mittholz

Nachzuchtgruppe Brian

Nachzuchtgruppe Freestyler

Nachzuchtgruppe Edison

Nachzuchtgruppe Orlando